Friedländer Wiese, 16.10.2017 – Störung der rastenden Kraniche vorsätzlich?
24. Oktober 2017

Grapzow, 11.11.2017 – Schwere Vorwürfe gegen die Gemeinde Grapzow

Grapzow, 11.11.2017 Die Gemeinde Grapzow muss sich gegen schwere Vorwürfe des Kessiner Bürgers Frank Lutzke wehren.
In einem offenen Brief fragt Herr Lutzke die Gemeindevertreter zu Recht, warum die Straße nach Ketzin auf Gemeindekosten erneuert werden muss,wo sie doch durch den Bau der Windkraftanlagen beschädigt wurde und warum es für die Anwohner keine Strompreisvergünstigungen gäbe.
Der Bürgermeister von Grapzow, Berno Herschmidt, rechtfertigt sich, dass die Straßenerneuerung zum Teil vom Windkraftbetreiber bezahlt wird, jetzt sogar nachverhandelt wird, wegen explodierender Kosten. Vergünstigungen bei den Stromkosten gäbe es andernorts auch noch nicht. Dafür erhielten die Vereine in der Gemeinde jährlich eine Zuwendung von 300€, für jedes Neugeborene im Ort zahlt die Gemeinde 500€. Dazu sagt der Bürgermeister " Wir leisten uns Sachen, die sich andere Gemeinden so nicht leisten können."
Bei Pachten von bis zu 80.000€ im Jahr pro Windkraftanlage hören sich diese Zuwendungen lächerlich klein an. Die Kosten für Straßenerneuerung und der Verlust an Lebensqualität davon abgezogen, was bleibt dann für die Gemeinde? Ganz offensichtlich sind die Gemeinden in Mecklenburg-Vorpommern überfordert und werden von der Landesregierung mit den Verhandlungen allein gelassen.Die Gemeinden vertrauen auf Einnahmen aus der Gewerbesteuer. Das aber ist unsicher und oftmals kommen diese Einnahmen erst Jahre später, wenn überhaupt. Das Bürgerbeteiligungsgesetz wird daran auch nichts ändern, denn es ist ein Kampf David gegen Goliath. Es gibt immer die gleichen Verlierer, das sind die Bürger vor Ort, wie hier in Grapzow.

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