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Neubrandenburg, 5.2.2018 – Studie der Umweltpsychologen G. Hübner und J. Pohl ! Sind Betroffene selber schuld ?

Neubrandenburg, 5.2.2018 Laut einer Studie der Umweltpsychologen G. Hübner und J. Pohl führe der Lärm von Windkraftanlagen bei nur zehn Prozent der Anwohner von Windparks zu Schlafstörungen. Das auch nur, weil diese Menschen eine negative Grundeinstellung zu Windkraftanlagen hätten.
Die angeführten Autoren jener Studien zur Akzeptanz von Windkraftanlagen, Hübner und Pohl, sind uns seit längerem bekannt und auch ihren Forschungsergebnisse. Bei der Anhörung des "Aktionsbündnisses gegen unkontrollierten Windkraftausbau - Freier Horizont" im Schweriner Landtag waren sie von der Landesregierung mit als "Kronzeugen" gegen unsere Forderung nach größeren Abständen zwischen Windkraftanlagen und Wohnbebauung aufgeboten worden.

Seit Jahren bemühen sich diese Wissenschaftler, im Auftrag der Politik und der Windkraftbranche nachzuweisen, daß Akzeptanzprobleme nur Hirngespinste einiger Unverbesserlicher zu sein haben.
Gerade in diesen Tagen empört sich die Öffentlichkeit in Deutschland wohl zu Recht darüber, daß Studien zur Wirkung von Abgasen ausgerechnet von der Automobil-Branche gesponsert werden. Im vorliegenden Fall verhält es sich keinen Deut anders: Im Auftrag der Windkraftlobby die Akzeptanz von Windkraftanlagen zu erforschen, kann nur tendenziöse Ergebnisse liefern.
So verwundert es nicht, daß hier suggeriert wird, daß Opfer von Lärmbelästigung durch Windkraftanlagen selbst an ihrem Elend schuld seien. Das grenzt schon an einer Verhöhnung der Opfer! Zu hinterfragen wärel, wie viele betroffene Menschen zu "Windkraftgegnern" wurden, gerade weil sie feststellen mussten, daß Behörden und Politik ihr Recht auf persönliche Unversehrtheit mit Füßen traten.
Richtig: Erlittenes Unrecht kann auch krank machen. Die Ohnmacht, zusehen zu müssen, wie Natur und Landschaft nachhaltig zerstört wird und nichts dagegen tun zu können. Die Erkenntnis, daß diese Windräder entgegen großmundiger Behauptungen keinerlei nennenswerten Beitrag zur angeblichen "Klimarettung" leisten. Die Wut darüber, die Riesenprofite, die der Bau dieser Anlagen abwirft, aus dem eigenen schmalen Budget mit den höchsten Strompreisen deutschland- und europaweit finanzieren zu "dürfen"!

Die Studien von Hübner und Pohl kommen zu den Resultaten, die Bürger müßten bei der Planung mehr einbezogen und an den Gewinnen beteiligt werden. Das verspricht die hiesige Politik vollmundig seit Jahren - und absolut nichts hat sich geändert. Das angeführte "Bürgerbeteiligungsgesetz" mag niemand nutzen - kein Wunder: Etliche Windparks, einmal gewinnträchtig errichtet, werfen trotz hoher Subventionen hinerher gar keinen Gewinn ab und wenn, steht das Ergebnis in keinem Verhältnis zu den angerichteten Zerstörungen und Beeinträchtigungen. Von einer "Beteiligung" der Bürger an der Entscheidungsfindung, ob sie überhaupt die "Segnungen" der Energiewende vor ihrer Haustür haben wollen, kann ohnehin keine Rede sein. In den kommenden Monaten werden die Regionalen Planungsv erbände die von der Landesregierung geforderten "Windeignungflächen" präsentieren müssen. Wieder werden viele Bürger frustriert zur Kenntnis nehmen müssen, daß ihre "Anregungen und Bedenken" nicht relevant gewesen waren.

Die neue Bundesregierung, so sie denn zustandekommen sollte, hat sehr ehrgeizige Ziele, den weiteren Windkraftausbau betreffend, in den Koalitionsvertrag geschrieben. Sonderausschreibungen sollen der angeblich "schwächelnden" Windkraftbranche unter die Arme greifen. Mit Windstrom soll künftig in großen Maßstab, am liebsten zu 100%, auch geheizt, gefahren und transportiert werden. Was das alles kosten soll und wo denn all die dazu benötigten Windräder hin sollen, ist nicht angeführt.
Frau Hübner und Herr Pohl werden künftig wohl noch eine Menge zu forschen haben, woher dann wohl all der zu erwartende wachsende Widerstand in der Bevölkerung kommen mag, die zunehmend den Glauben an eine "Energiewende", die das zerstört, was sie zu schützen behauptet, verliert.
N. Schumacher (Sprecher Aktionsbündnis gegen unkontrollierten Windkraftausbau - Freier Horizont MSE)

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